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Kazuyoshi Miura besticht immer noch durch Dynamik und eine enge Ballführung.

© imago images/AFLOSPORT

40 ist das neue 20 im Profifußball: Verdammt gut, Alter!

Roque Santa Cruz unterschreibt mit 44 Jahren einen neuen Vertrag, genauso wie „King Kazu“ – mit 58. Wie ist das möglich, und was kann jeder daraus mitnehmen?

Martin Einsiedler
Ein Kommentar von Martin Einsiedler

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Dieses verflixte Alter! Zwickt es im Rücken, strengt die Treppe immer mehr an? Immerhin: Sport kann helfen, Vorsätze können helfen – und auch Vorbilder! Wie wäre es mit Roque Santa Cruz? Deutsche Fußballfans werden sich noch an ihn erinnern.

Vor fast 30 (!) Jahren wechselte der Paraguayer zum FC Bayern. Santa Cruz konnte nicht nur hervorragend Fußball spielen, er sah auch noch fantastisch aus – so sehr, dass die „Sportfreunde Stiller“ einen Song über ihn schrieben: „Ich, Roque“.

Und was soll man sagen? Der Mann roquet immer noch. Wie vor wenigen Tagen bekannt wurde, wechselt er mit 44 Jahren zu den paraguayischen Erstligisten Nacional Asunción.

40 ist das neue 20 im Profisport. Der schwedische Nationalstürmer Zlatan Ibrahimovic sagte einst von sich, dass er wie die Filmfigur „Benjamin Button“ sei. „Ich wurde alt geboren und sterbe jung.“

Selbiges könnten etliche andere Spieler behaupten. Cristiano Ronaldo schießt mit 40 noch Tore für die portugiesische Nationalmannschaft. Vermutlich tut er es noch in zehn Jahren.

Dasselbe lässt sich über Ronaldos langjährigen Rivalen Lionel Messi (38) sagen. Oder über den Brasilianer Thiago Silva, der mit 41 Jahren immer noch ein internationaler Top-Verteidiger ist. Oder über Manuel Neuer, mit 39 Jahren einer der besten Torhüter der Welt.

Sie alle können sich ein Vorbild an Kazuyoshi Miura nehmen, einem japanischen Fußballer, der besser bekannt ist als „King Kazu“. Diesen Namen hat er sich redlich verdient.

Der König ist schon 58 Jahre alt und spielt immer noch im Profifußball. Jüngst gab er seinen Wechsel zu Fukushima United bekannt.

Nun, der Klub spielt in der dritten japanischen Liga – das ist zwar unterstes Profiniveau, aber mit dem Krückstock braucht man dort nicht aufzutreten. Das Geheimnis seiner ewigen Fitness ist laut eigener Aussage „die pure Leidenschaft für den Sport“.

Klingt einfach und plausibel. Vielleicht hilft das bei den Vorsätzen fürs neue Jahr: das tun, worauf man Bock hat.

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